Online Tagesgeld

Geschichtlicher Hintergrund (Teil I)

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Nun haben wir einen kleinen Überblick über Tagesgeldkonten und deren Funktionieren. Interessant ist aber weiterhin eine Frage: Woher stammt diese Anlageform bzw. wie hast sie sich so schnell beliebt gemacht? Das zu beantworten ist natürlich nicht einfach und unterliegt immer verschiedenen Faktoren. Es gibt allerdings einige Ereignisse in der Geschichte, die zu einer Beliebtheit dieser Sparform geführt haben könnten. Also soll versucht werden, einen kleinen historischen Abriss zu erstellen.

Beginnen wollen wir noch vor dem Jahr 1990. Wenn jemand sein Geld anlegen wollte, dann tat er das so gut wie immer mit dem guten alten Sparbuch. Vereinzelt waren natürlich auch Aktien schon sehr beliebt und machten den einen oder anderen bereits zum Millionär. Das Wort Tagesgeldkonto existierte hier noch gar nicht. Versuche etwas in diese Richtung zu starten, hätten aber auch bestimmt keinen Erfolg gezeigt. Denn es gab noch keine Zinsanpassung und Banken konnten mit einer täglich verfügbaren Sparform nicht rentabel arbeiten. Sie benötigten Beträge, die sie längerfristig anlegen konnten. Daher war bis lange in die 1990er Jahre hinein, diese Form unbekannt. Erst langsam mit dem Ende dieses Jahrzehnts war vereinzelt davon zu hören.

Das Jahr 2000 brachte dann durch zwei Ereignisse den Umbruch: Einerseits fand ein starker Börsencrash statt und andererseits schaffte die erste Internetbank ihren Durchbruch. Zunächst einmal zum Börsencrash: Die Aktien, die zuvor noch in den höchsten Höhen waren, sind rapide in den Keller gefallen und ließen so manchen Anleger arm aussehen. Viele Sparer lernten aus dieser Lektion und wollten von Aktien lieber die Finger lassen. Sie sehnten sich wieder nach mehr Sicherheit und wollten garantierte Geldformen haben. Die erste Zuflucht war natürlich das Sparbuch, denn viele andere Alternativen gab es zu dieser Zeit nicht. Man versuchte zwar vergebenes die vielen Fonds zu bewerben, aber die Experimentierfreudigkeit der Kunden war zu Ende gegangen. Eben auch im Jahr 2000 öffnete die Banque Descompete Paris ihre Internetpforten. Diese Onlinebank hatte ihren Hauptsitz in Dublin und hatte einen fulminanten Start. Man bot seinen Kunden eine unglaubliche Rendite von sechs Prozent, das war damals einmalig. Alles wurde in der Form des Tagesgeldkontos organisiert. Man steckte eine Menge Geld in Marketing um auch die Bevölkerung über diese neue Sparform zu informieren. Das ganze ging lange gut aber nach etwa einem bis zwei Jahre musste auch diese Bank zusperren. Man hatte zu viel investiert ohne die Ausgaben zu beachten. Außerdem hat man zwar viele Kunden gewonnen, aber die Zahl war nicht hoch genug um die Ausgaben zu decken.


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