Mit Tagesgeld sicher anlegen
Gute Geldanlagen sind im derzeitigen Marktumfeld rar. Die Aktienmärkte schrecken die Anleger durch turbulente Handelssitzungen und eine wachsende Unsicherheit im Hinblick auf die konjunkturelle Entwicklung ab; Investitionen in Renten sind aufgrund der derzeit negativen Realzinsen wenig attraktiv.
Wer die derzeit schwierige Situation an den weltweiten Finanzmärkten sicher umschiffen möchte, der legt sein Kapital am besten in Tagesgeld an. Tagesgeld wird von vielen Kreditinstituten, darunter insbesondere von Direktbanken, verstärkt angeboten. Es handelt sich dabei um täglich fällige Einlagen; eine Bindungsfrist besteht demnach nicht. Gebühren fallen weder bei der Eröffnung noch bei der späteren Unterhaltung eines Tagesgeldkontos an. Die Verzinsung indes kann sich durchaus sehen lassen. Durchschnittlich können Anleger sich über Zinsen von vier bis fünf Prozent im Jahr freuen.
Die Differenz dieser Habenzinsen zu anderen kurzläufigen Anlagen ergibt sich aus dem sehr hohen Wettbewerbsdruck, dem die Kreditinstitute unterliegen. Für Anleger ist dies ein äußerst positiver Umstand.
Um die besten Konditionen für Tagesgelprodukte zu finden, empfiehlt sich ein entsprechender Anbieter Vergleich, der bequem und schnell auf einschlägigen Internetseiten durchgeführt werden kann. Die Banken ändern ihre Angebote laufend, so dass eine kurze Recherche im Vorfeld einer Kontoeröffnung nicht schaden kann.
Tagesgeld bietet sich jedoch nicht nur in der aktuellen Situation als sicherer Hafen für das private Vermögen an, sondern kann auch sonst die Erträge der eigenen Finanzen steigern, indem zum Beispiel die eiserne Reserve auf diese Art untergebracht wird. Wer beispielsweise stets 10.000 Euro in der Hinterhand hält, verdient auf einem Tagesgeldkonto jährlich rund 400 Euro mehr als bei einer Anlage auf dem klassischen Sparbuch.
Hinsichtlich der Sicherheit ist Tagesgeld vielen Wertpapieren vorzuziehen. Als Bankeinlage ist es durch einen Fonds zur Einlagensicherung auch im Falle einer wirtschaftlichen Schieflage des Kreditinstituts geschützt. So können Anleger die aktuellen Turbulenzen an der Börse gelassen beobachten.
Zinsen, die Verbraucher auf Tagesgeldkonten gutgeschrieben werden, unterliegen, wie alle anderen Einkünfte aus Vermögen auch, der Steuerpflicht. Wer den Fiskus möglichst wenig an den Zinsen beteiligen möchte, der erteilt der Bank seines Vertrauens einen Freistellungsauftrag und schützt so zumindest Beträge bis 800 Euro jährlich vor dem Zugriff des Finanzamtes. Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren verdoppelt sich dieser Sparerfreibetrag sogar noch.
Sicherlich lassen sich mit einem Tagesgeldkonto keine Millionen verdienen; zur temporären Unterbringung der Vermögenswerte im Depot aber sowie zum Parken der eisernen Reserve eignet sich Tagesgeld hervorragend. Die Eröffnung der Konten erfolgt in der Regel schnell und reibungslos; die meisten Geldhäuser halten die Eröffnungsunterlagen im Internet bereit.
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